Samstag, 29. September 2012

Die Fuge - Eine Reise durch die Zeit - Teil 1

Nachdem ich jetzt staatsexamenbedingt schon länger nichts mehr geschrieben habe, geht es heute wieder frisch ans Werk. Da es mir nicht vergönnt war im Analyseexamen eine Bachfuge zu analysieren, verarbeite ich die Thematik also jetzt in einer kleinen Serie in meinem Blog :).

Der Begriff der "Fuga" taucht zum ersten mal bei Jakobus von Lüttich in dessen Traktat "Speculum musicae" auf. Dort wird er als lateinisches Synonym für das französische "chace" bzw. das italienische "caccia" (Jagd) verwendet und bezeichnet eine Form, die wir heute als Kanon kennen.

Der erste bekannte Kanon Sumer is icumen in stammt aus England (um 1260). Wie in der Abbildung zu sehen, wurde er neben dem weltlichen Text auch mit einem geistlichen Text versehen. Die Abbildung stammt aus der Ende des 13. Jahrhunderts entstandenen Schrift Harley MS 978,einer Sammlung von Texten, Gedichten und Liedern.
Älteste erhaltene Verschriftlichung des Kanons "Sumer is icumen in" aus der Sammlung "Harley MS 978






































Für alle, die des Neumenlesens und des Entzifferns der mittelalterlichen Schrift nicht mächtig sind, habe ich noch eine in unser heutiges Notensystem übertragene Version des Kanons abgebildet. Die Aufnahme zum heutigen Werk stammt vom weltbekannten Hillard-Ensemble. Viel Vergnügen!



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